wakacje2017'

Der Landschaftspark von Suwałki

spk

Der Landschaftspark von Suwałki gehört zu den schönsten Ecken in Polen. Einheimische und ausländische Touristen werden von der postglazialen Landschaft und unterschiedlichen Formen des jungglazialen Reliefs (Kamen, Bergwallen, Stirnmoränen, Flusstäler, Findlinge, Rinnenseen und postglaziale Seen) und angelockt und beeindruckt. Die Besichtigung des Landschaftsparks von Suwałki ermöglichen zahlreiche Wanderrouten, deren Gesamtlänge über 74 km beträgt. Es gibt auch gekennzeichnete Lehrpfade („Durch das Czarna Hańcza Tal”, „Bäume und Sträuche im ehemaligen Hofpark in Stara Hańcza”, „Auf Góra Zamkowa (den Schlossberg)”, „Felsflechten”, „Felsen und Mineralien des Landschaftsparks von Suwałki”, „An der Quelle von Szeszupa”, „Um den Jaczno-See”. Im Park stehen den Touristen auch folgende Radrouten zur Verfügung: „Um den Hańcza-See herum”, „Auf Góra Zamkowa (den Schlossberg)”, „Nach Góra Cisowa” und „Durch das Czarna Hańcza Tal aus Suwałki in den Landschaftspark von Suwałki”. Im Sitz des Landschaftsparks von Suwałki in Malesowizna – Turtul funktioniert eine Touristeninformation, die Bücher über Natur und Tourismus verkauft, eine Ausleihe von Touristenausrüstung. Sie stellen auch Feuerlagerplätze zur Verfügung. Im Landschaftspark von Suwałki befinden sich Freibäder in Sidorówka (am Szurpiły-See), in Smolniki (am Czarny-See) und in Stara Hańcza (am Hańcza-See). Die Touristen können ihre Zeit aktiv im Landschaftspark von Suwałki verbringen und an Tauchkursen im Hańcza-See (dem tiefsten polnischen See) oder Reitkursen teilnehmen. Sie können in den saubersten polnischen Seen angeln und sich an einer Paddeltour auf Szeszupa beteiligen. Sie können ihre Kräfte im Seilpark „Twierdza Jaćwingów” (Festung Jatwinger) probieren. Im Winter gibt es wiederum Pisten für Schifahrer auf Góra Jesionowa, Schlittenfahrten und Bäder in Banja (dem traditionellen Dampfbad). Man sollte auch die regionalen Speisen, ausgezeichnete Labkäsen und Honige ökologischer Produktion probieren. Zur Verfügung der Touristen steht ein reiches Angebot an Ferienbauernhöfen, u.a. in Błaskowizna, Bachanowo, Mierkinie, Przełomce, Sidory, Smolniki, Szurpiły und Udziejek. Zu den größten Attraktionen des Landschaftsparks von Suwałki gehören:

Der Hańcza-See – der tiefste See in Polen und in Tiefeuropa (maximale Tiefe -– 106, 5 m, in der Mitte 38,7 m, Volumen: 120,4 Mio. m3, Fläche: 305 ha, Länge der Uferlinie: 11750 m). Die Seegewässeer füllen eine tiefe postglaziale Rinne. Der Strand von Hańcza hat einen unikalen Charakter, er wird mit Findlingen bedeckt. Die Ansammlung der Findlinge entstand bei der Schmelzung der in der Rinne liegenden toten Eisblöcke. Der größte Findlung – der Grenzstein (über 11 Meter im Umfang) – ein Naturdenkmal liegt am östlichen Behälterufer. Der Seeboden zeichnet sich durch steile Hänge aus. An den steinvollen Ufern vom Hańcza-See sieht man fast keine Uferpflanzen. Die Pflanzen im Wasser bilden umfangreiche Unterwasserwiesen, zu denen Pflanzengattungen gehören, die für reine, transparente und tiefe Gewässer charakteristisch sind (Armleuchteralgen: die gewöhnliche, die raue und die struppige Armleuchteralge – Armleuchteralge, die in Gebirgsseen vorkommt, und in der Tiefebene nur im Hańcza-See präsent). Besonders interessant ist die Fauna der Wirbellosen vom Hańcza-See, und insbesondere die selten in polnischen Seen anzutreffende Gruppe von stenothermalen (kühle- und sauerstoffliebenden) Krebstieren: u.a. Pallasea guadrispinosa – ein Krebstier von der Reihe der Flohkrebsen (postglaziales Relikt), Eurytemora gracilis – Ruderfußkrebs – eine Gattung, die in Polen nur im Hańcza-See vorkommt (charakteristisch für Sibirienflüsse). Nennenswert unter Fischen sind: Maränen, Zwergmaränen, Stint, Aal, Hecht und solche Seltenheiten wie: reintruduktierter Herbstlachs, Bitterfisch (geschützt), Westgroppe, Ostgroppe (geschützt) – eine Gattung, die ausschließlich im Hańcza-See vorkommt, wenn es im Seen der polnischen Tiefebene geht. Da der See einen einzigartigen Charakter hat, wurde hier im Jahre 1963 das Wasser- und Landschaftsreservat „Hańcza-See” gegründet.

Czarna-Hańcza-Tal, Czarna Hańcza ist der größte Fluß der Region Suwałki. Seinen Lauf beginnt er im Park, in der Nähe des Dorfs Okliny. Als kleiner Bach, in Stara Hańcza, gelangt er in den Hańcza-See, den er als reißender Bach mit einem großen Gefälle (24 m auf der Strecke von 1,3 km), der laut zwischen den Findlingen im Flussbett plätschert, in Bachanowo verlässt. Auf der Strecke von Bachanowo nach Turtul ist der Flusstal schmal, nicht mehr als 250 m breit und über 30 m tief. In der Mitte des Tals gibt es auf einer drei Kilometer langen Strecke 13 verlängerte Hügel. Das ist der Bergwall von Turtul – der schönste Bergwall in Polen! Bergwall ist ein Hügel, auf dem die sich die Gebäude des Landschaftsparks von Suwałki befinden, zwei weitere bilden Inseln auf der Bucht. Hinter Bachanowo läuft der Fluss Czarna Hańcza langsamer, und in der Nähe von Turtul bewundern wir ihn als das Feuchtgebiet des Stausees von Turtul. Nach Turtul verwandelt sich die schmale Rinne in ein breites über 1 km langes Flusstal, welches mit Bruchwald bewachsen ist und wo der Fluss Czarna Hańcza mäandriert. Den Fluss und sein Tal können wir bewundern, wenn wir auf dem Lehrpfad „Durch das Czarna-Hańcza-Tal” gehen.

Głazowisko Bachanowo am Fluss Czarna Hańcza – Reservat, südlich vom Hańcza-See gelegen, im Czarna Hańcza Tal, ist ein Stück Wiese mit der Fläche 0,98 ha, mit zahlreichen Findlingen, deren Zahl man für ca. 10.000 Stück schätzt. Ihr Umfang beträgt von 0,5 bis 8 m. Die Findlinge liegen auf 4 Terassen, im Becken des Flusses Czarna Hańcza, am Boden des Tals, auf einer Terasse (10 m über dem Wasserspiegel im Fluss), auf einer Sanderfläche (25 m. über dem Wasserspiegel). Die vom Gletscher aus Skandinavien gebrachten Findlinge wurden infolge der Verschlammung durch Gletschergewässer und Flussgletschergewässer des Wallbergs von Bachanowo, welcher etwas älter als der Wallberg von Turtul ist. Infolge dieses Prozesses wurden alle feineren Franktionen (Ton, Staub, Sand, Kies und Steine) gespült und mit den Wasserstörmen nach unten gebracht. Geblieben sind ausschließlich schwer zu transportierende Findlinge. Um die postglaziale Landschaft zu schützen, steht ein kleiner Teil der Wiese unter Reservatschutz (seit 1972).

Góra Cisowa – „Fujiyama von Suwałki”
Diese Erhebung mit einer regelmäßigen kegelförmigen Gestalt wird als „Fujiyama von Suwałki“, „Góra Gulbieniszkowska“ (Gulbieniszkowski Berg) bzw. „Góra Sypana“ (Streuberg) bezeichnet. Diese Namen verbindet eine Volkssage mit dem zu seinen Füssen liegenden Kopane-See (Grubensee). Laut dieser Sage wurde der Berg künstlich von der Erde geschaffen, die an dieser Stelle gegraben wurde, wo sich heutzutage der See befindet. Der Name von „Cisowa góra” (Eibenberg) stammt angeblich von einer gewaltigen Eibe, welche auf dem Berggipfel wuchs. Geologisch gesehen ist der 256m ü.M. hohe Berg eine Stirnmoräne mit einer regelmäßigen Gestalt. Es ist ein wunderbarer Aussichtspunkt auf den ganzen Park, hier gibt es ein breites Panorama auf Szeszupa-Vertiefung, dessen Boden mit zahlreichen Seen, Wiesen, Torfmoore und Erhebungen zieren und damit eine einmalige Landschaft bilden.

Wodziłki – Dorf von Altgläubigen
Wodziłki wurden von Russen im Jahre 1788 gegründet. Sie kamen, weil sie Schutz vor Verfolgungen in ihrem Heimatland suchten. Es waren Konfessionsflüchtlinge, die nach der vom russischen Patriarchen Nikon durchgeführten Reform der liturgischen Bücher und Rituale in der orthodoxen Kirche zur Flucht gezwungen wurden. Ein Teil des Klerus und der Gläubigen stimmten diesen Veränderungen nicht zu, was zum Schisma in der orthodoxen Kirche führte. Diejenigen, die bei der alten Liturgie und Tradition geblieben sind, wurden als Altgläubige, Philipponen, Raskolniken (vom russischen raskol – Schisma) bezeichnet. Altgläubige mit ihrer Religion, Kultur und Sitten sind ein nach Polen übertragener Teil vom alten Russland. Sie beschäftigten sich meistens mit Ackerland, lebten aber vor allem von Holzbearbeitung, von Tischlerei- und Schreinereiarbeiten. In Wodziłki stehen noch einige Holzhäuser, Wirtschaftsgebäuden und Dampfbäder. Die Molenna ist auch aus Holz – es ist ein Tempel aus dem Jahre 1921. In Dörfern kann man noch den russischen Dialekt hören. Aus Russland kommt auch der Brauch, in einem Dampfbad – Banja, Banya genannt – zu baden. In Wodziłki kann man in sog. schwarzen Banja baden. Das Gebäude eines solchen Dampfbads, im Gegensatz zum weißen Dampfbad, besitzt keinen Schornstein, und der Rauch von der Feuerstelle wird durch Fenster und Türen abgeleitet. Banjas stehen meistens an einem Teich oder Fluss, wo die Dampfbadnutzer ihre heißen Körper ins Wasser eintauchen können. Altgläubige haben auch heute, trotz Assimilierungsprozesse, ganz viel an ihrem alten Glanz, sie sind immernoch an ihre alten Sitten, Bräuche und ihren Lebensstil gebunden. Junge Menschen rasieren aber immer öfter ihre Bärte, trinken Alkohol, rauchen, heiraten Andersgläubige. In Wodziłki wohnten vor dem Krieg etwa hundert Familien, heute sind nur fünf geblieben. Über Wodziłki führt der Lehrpfad „An der Quelle von Szeszupa”.

Smolniki mit der Panorama von Smolniki
Bis zur Hälfte des 16. Jahrunderts wuchsen auf dem Gebiet von Smolniki und Wälder des Merecki-Urwalds. Die ersten Siedlungen entstanden hier während der Regierungszeit von Königin Bona (1549). Die Teerbrenner produzierten aus dem in diesem Teil des Urwalds bearbeiteten Holz Teer. Einige Buden der Teerbrenner bildeten den Anfang eines dreizehn Acker großen Dorfes, das zur Starostei von Wizajsko gehörte. Zu dieser Starostei gehörten auch kleinere Dörfer Jaczno i Kojle. Mit dem Privileg vom 20. Mai 1659 erhielt der Probst von Wizajsko das Dorf Smolniki. Eine getrennte Pfarrei wurde hier erst 1919 geschaffen. Zur Zeit umfasst sie 21 Dörfer, die von fast 1000 Gläubigen bewohnt werden. Eine interessante Spur der Vergangenheit in Smolniki ist auch der alte Friedhof mit einer Holzkapelle vom Ende des 18. Jahrhunderts, die letztens saniert wurde. Die auf dem Hügel stehende Kirche, mit einer modernen Archiktekur ersetzt seit über 30 Jahren die alte Holzkirche, die verbrannte. Heutzutage sind Smolniki ein Dorf mit ausgezeichneten Bedingungen zur Erholung. Sie sind auch Touristentor für den nördlichen Teil des Landschaftsparks von Suwałki. Der Findling, der an der Kreuzung der Wege steht, ist eine Erinnerung an die Entstehung des Landschaftsparks von Suwałki und an die Tatsache, dass der Polnische Pfadfinderverband von Suwałki seine Schirrmherrschaft über den Park übernommen hat. Wenn Sie in Smolniki sind, dürfen Sie zwei Aussichtspunkte nicht vergessen: die Aussicht auf die Perle des Landschaftsparks von Suwałki – den Jaczno-See und „Beim Herrn Thadäus”, von wo eine der schönsten Aussichten der Region Suwałki zu bewundern ist: die Kleszczowieckie-Seen mit ihren exotischen Namen: Purwin, Kojle und Perty. Über das Dorf führt ein Lehrpfad „Um den Jaczno-See“.
Archäologischer Komplex auf Góra Zamkowa (Schlossberg)
Góra Zamkowa (Schlossberg 228,1 m ü. M.) in Szurpiły ist eines der am schönsten gelegenen Archäologiezentren in Polen. Die Erhebung ist von vier malerisch gelegenen Seen umgeben und hat vor allem eine ausgezeichnete Lage in Bezug auf die Schutzfunktionen. Die Burg und die benachbarten Ansiedlungen befinden sich im Herzen des Jatwingerlandes – Gebiete, die einem der elf Preußenstämme gehörten. Die ehemaligen Gebiete der Jatwinger umfassten die heutige Region Suwałki, das heutige Süd-Westlitauen und einen Teil vom nördlichen Weißrussland.  Jatwinger erschienen in der Umgebung von Szurpiły höchstwahrscheinlich im 9. Jahrhundert. Auf Góra Zamkowa (dem Schlossberg) stand eine prächtige Burg, umgeben von doppelten Schutzwallen, und in der Hälfte der Hänge wurde ein dritter unterer Wall errichtet. Hier wurden auch zahlreiche andere großförmige Bauarbeiten durchgeführt. Zu den größten gehören die Umwandlung der Schlucht, welche den Tchliczysko-See mit der Jodel-Bucht des Szurpiły-Sees verbindet. Die Schlucht wurde vertieft, so dass ein Kanal, welcher die beiden Seen verbindet, entstanden ist. Dadurch konnte man den Wasserdurchfluss zwischen den Behältern kontrollieren. Zur Zeit überschreitet der Unterschied des Wasserspiegels drei Meter. Über die Schlucht wurde eine Brücke errichtet, die die Burg mit der größten Ansiedlung verbindet. Eine Ergänzung der Verstärkungen waren zwei Dämme, die die Insel Pustelnia mit dem sog. Dritten Feld und dem nördlichen Seeufer verbindet. Dadurch konnten sich die Gewässer rund um Góra Zamkowa (den Schlossberg) verstauen. Das ganze Gebiet war von Wallen und Aufsichtstürmen umgeben. Die Burg stand in dieser Zeit eigentlich leer, sie diente nur als Zufluchtsort bei einer militärischen Bedrohung. Das Alltagsleben fand in den benachbarten Ansiedlungen statt.

Woiwodschaftszentrum von Sport und Erholung „Szelment”
Das ist das größte professionelle Zentrum für Wintersport in Nordpolen. Hier gibt es fünf Pisten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Eine der Pisten besitzt eine natürliche Rinne, perfekt für Snowboard. Die Pisten werden künstlich beschneit und mit Pistenraupen befahren. Dank künstlicher Beleuchtung kann man wiederum sicher auch abends Ski laufen. Die Skiläufer können 4 Lifts nutzen, welche 300 bis 400 m lang sind. Den Kindern steht wiederum ein 100 m langer Lift zur Verfügung. Parallel zur Entwiklung der Übernachtungsbasis bereichert das Zentrum sein Sommerangebot. Es gibt ein Minigolffeld, mit der Fläche von 3000 m2 mit 18 Löchern und einem Ausrüstungsverleih (Stöcke und Golfbälle). Eine große Attraktion stellen auch der Seil- und Kletterpark mit fünf Routen verschiedenen Schwierigkeitsgrads und ein Lift für Wasserski dar, der 150 m lang ist. Hier befindet sich auch ein moderner Strand, mit einer 100 Meter langen Uferlinie und einem Fahrstuhl für Behinderte.